Posted by Kristin Baumann
Thu, 09 Nov 2006 15:58:00 GMT
Nachdem Marcus seine Aufsichtspflicht mir gegenueber straeflich verletzt hat und fuer 3 Wochen in die USA auf Geschaeftsereise marschiert ist, bleibt mir nix anderes uebrig als mich ordentlich zu amuesieren und abzulenken. (Wirklich eine meiner schwersten Aufgaben!)
Frau kann ja auch mal was Neues ausprobieren, z.B. ein Pferderennen. Jedes Jahr ist der Melbourne-Cup-Tag ein Feiertag in Melbourne. Schon verrueckt - ein Feiertag, der weder 'nen religioesen noch politischen Hintergrund hat. Schon Wochen vor dem Rennen hat sich der hiesige Handel auf dieses Ereignis eingestellt und alle Geschaefte waren quasi mit Hueten, Kleidern und allerlei Schnickschnack vollgestopft. Zum Melbourne Cup selbt konnte man diese ganze Pracht hautnah bewundern:
Natuerlich konnte man auch auf seinen Favouriten setzen und so mit ein bissl Glueck sein Taschengeld aufbessern. Strahlende Gewinner!
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Posted by Kristin Baumann
Thu, 09 Nov 2006 15:51:00 GMT
Die australische "no worries" Einstellung verbildlicht Marcus nach wie vor perfekt. Man sehe selbst:
.. es war uebrigens weder Halloween noch Fasching!
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Posted by Kristin Baumann
Tue, 24 Oct 2006 19:29:00 GMT
"Meine sehr verehrten Damen und Herren! Ich freue mich Ihnen mitzuteilen, dass ich nach langem Qualifizierungsverfahren erfolgreich in den neuen Familienclan aufgenommen wurde!"
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Posted by Kristin Baumann
Tue, 24 Oct 2006 19:15:00 GMT
Was macht man, wenn man seine Freunde vermisst und die sich alle in Deutschland, Spanien, Schweden oder der USA rumtreiben? Telefonieren? Pustekuchen! Um fernmuendlich quasseln zu koennen, muss man erst mal die Zeitdifferenz beruecksichtigen (man weiss ja schliesslich, dass der eine oder andere tatsaechlich seinen Schoenheits- und Nettigkeitsschlaf braucht). Dasselbe Prinzip gilt quasi fuer alle internetbetriebenen Kommunikationsmoeglichkeiten, bei denen man den wechselseitigen Austausch sucht. Da ich leider noch nie ein Kind von uebermaqessiger Geduld war, gestaltet sich das alles ziemlich schwierig. Also seid bitte nicht enttaeuscht, wenn ich mich nicht so regelmaessig melde, wie gewuenscht und versprochen. Das heisst nicht, dass ich nicht an Euch denke und Euch nicht vermisse. Im Gegenteil! Das muesste der immer wiederkehrende Schluckauf waehrend Eurer Nachtruhe ja wohl bewiesen haben!
Gott sei Dank gibt es gelegentliche Lichtblicke, wie urlaubswuetige Freunde, die es tatsaechlich nach Australien verschlagen hat und die scheinbar vergessen haben, wie gern ich meine Allerliebsten umherscheuche und mit Informationen vollstopfe (nicht wahr Patrick?). Oder man hat das Glueck und erwischt wirklich jemanden telefonisch zu Hause und ignoriert, dass derjenige gerade erst aufgestanden ist und eigentlich ueberhaupt nicht in Laberlaune ist. Tja – ich kann ja schliesslich nicht waehlerisch sein!
Braucht Ihr nicht mal wieder Urlaub, wenn es zu Hause nun langsam aber sicher grau, dunkel und schweinekalt wird? Na – wo koenntet Ihr denn dann mal hinfliegen???? Kleiner Tip: Australien !
Wir haben hier uebrigens jetzt Sommer und allerhand nette Veranstaltungen und jede Menge Lokale, die nen super Sommergarten bieten. Also – ran an die Buletten und herkommen!
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Posted by Kristin Baumann
Wed, 27 Sep 2006 23:23:00 GMT
Karin ist gestern zurueck nach Schweden geflogen. schluchz Ich hab Karin hier in Melbourne im Mai kennengelernt und es hat irgendwie gleich gepasst. Jetzt ist sie weg und ich darf mir ne neue Freundin suchen.... als ob das so einfach ist! Und mit wem soll ich nun Schwedisch ueben und zu den Aquakursen gehen? ... armer Marcus ... er hat es nicht leicht!
Aber jede Sache hat ja bekanntlich ihre gute Seite und ich bin froh, Karin getroffen zu haben. Sie hat mir das Einleben hier erheblich erleichtert und wir hatten jede Menge Spass. Tack for mycket treveligt sallskap!
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Posted by Kristin Baumann
Tue, 26 Sep 2006 19:21:00 GMT
Zwischen all dem Eingewoehnen, Auskunftschaften, und Moebel beschaffen, haben wir Organisationstalente tatsaechlich ein paar gemeinsame Ausfluege quetschen koennen. In den Grampians konnten wir unsere bisher noch nicht entdeckte Kletterstaerke und Risikobereitschaft unter Beweis stellen.
Marcus hatte ausserdem Gelegenheit, nach alter Art und Weise Feuer im Kamin zu machen. Schliesslich sei dies traditionell Maennerarbeit (mit diesen Worten durfte ich mich dann um das Abendessen kuemmern).
Der Ausritt zu Pferde und mein erster Galopp hat das Wochenende in den Grampians komplett gemacht. Wunderschoene Landschaft, Sonnenuntergaenge und herrliche Einsamkeit, wenn man mal ne Pause vom Stadtleben braucht. Natuerlich gibt es auch genuegend Oasen in der naeheren Umgebung, die wir zumeist am Wochenende erkundet haben:
Unter der Woche wird es keinesfalls langweilig. Schliesslich haben wir hier eine neue Stadt zu entdecken! Das gute Wetter und der fast taegliche Sonnenschein erzwingen foermlich Unternehmungslust und gute Laune. So waren wir schon einige Male – wie sich das gehoert - im MCG zum „Footy”
(mittlerweile mache ich 3 Kreuze wenn der Footy Trubel mit dem Grand Final fuer dieses Jahr aufhoert). Ausserdem haben wir unsere Leidenschaft fuer Squash entdeckt, der wir 1-2 mal die Woche im
Aquatic Centre froenen. Ich kann nicht in Worte fassen, wie sehr ich es geniesse, Marcus im Squash Court hin und her zu scheuchen. (Er trainiert nun zusaetzlich mit nem Kollegen unter der Woche, damit er mir nicht chancenlos ausgeliefert ist! ) Achja Ronald – hier geht man nach dem Squash spielen NICHT gemeinsam in die Sauna!!!
Desweiteren haben wir uns unsere schwer verdiente Freizeit beispielsweise
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Posted by Kristin Baumann
Fri, 22 Sep 2006 05:59:00 GMT
In Melbourne angekommen, erwartet mich nach achtwoechiger Abstinenz meine bessere Haelfte, fuer den das Aufstehen um fuenf Uhr morgens wirklich einem Selbstmord gleichkam. Aber er hat es getan! Zur Belohnung hat er auch gleich meine Koffer in die Hand gedrueckt bekomemn...manche Dinge aendern sich eben nicht.
Die Wohnung ist ein Traum. Leider noch ein ziemlich leerer Traum. Ausser Bett, 'nem leeren Kuehlschrank, 'ner Waschmasschiene, 'nem Trockner und 'ner Kueche ist nix da. Aber improvisieren hat man schliesslich schon zu DDR-Zeiten gelernt und eigentlich hat diese Camperromantik ja auch etwas fuer sich.
Das Problem mit dem leeren Kuehlschrank wurde als erstes behoben.

Am naechsten Tag packten wir das groessere Problem beim Schopf: WIR BRAUCHEN MOEBEL. Also auf zu Ikea, Freedom, Dare und allen weiteren einschlaegigen Moebelhaeusern, die wir auf dem Weg finden konnten! Taraaaa... Marcus findet auf Anhieb seine Traumcouch in Leder. Leider wird es ganze 12 (!!!) Wochen dauern, bis sie dann tatsaechlich in unserer Wohnung steht. Mit der australischen ‚no worries’ Einstellung ist das sicher gut zu verkraften, mit der deutschen Effizienzeinstellung weniger gut. Dies bekam dann leider auch die Angestellte im Moebelhaus zu spueren als ich (nach zugesagten 8 Wochen Lieferzeit) in der 10. Woche nach Kaufdatum anrief und nach dem Verbleib unserer Couch fragte. Gelassen stellte die nette Dame fest, dass die Lieferung nur „slightly“ ueber den uns zugesagten Liefertermin erfolgen wird. In 2 Wochen wuerden sie uns kontaktieren und den genauen Liefertag und Lieferzeit bestaetigen .... Man kann sich vorstellen, auf wieviel Verstaendnis die nette Dame stiess. Das hat dennoch nichts geholfen und die Couch kam tatsaechlich erst nach 3 Monaten Lieferzeit. Dafuer konnten wir unseren Tisch und die Essstuehle bereits in 8 Wochen in Besitz nehmen. Nach und nach fuellt sich die Wohnung und beginnt Gemuetlichkeit auszustrahlen.


Die neueste Errungenschaft ist unser Bean Bag, von dem sich Marcus nach Feierabend nicht mehr zu erheben scheint. Es war schliesslich auch ein Kauferlebnis, was wir beide nicht so schnell vergessen werden. Just als wir unseren Bean Bag in Empfang nehmen, denkt sich jemand, er koenne mit einem Jumbo Bean Bag untern Arm am hellerlichten Tage das Weite suchen. Ohne Bezahlen versteht sich. Nunja – als Kronzeugen waren wir quasi gezwungen, etwas laenger im Geschaeft zu verweilen, bis der entwendete Bean Bag 4 Haeuser weiter wieder aufgefunden wurde. Ach war da die Freude gross!
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Posted by Kristin Baumann
Fri, 22 Sep 2006 05:52:00 GMT
Nachdem Marcus bereits am 1. Maerz nach Australien geflogen war, folgte ich am 28. April. Die 22 Stunden des pisslangweiligen Flugs mit absolut inartikulativen Sitznachbarn und langweiligen Filmen hab ich lebend ueberstanden... wenigstens gab es Alkohol an Board, der ueber so manche Defizite hinwegtroesten konnte. Genau genommen, war dies lediglich die Fortsetzung meines Abschieds am Frankfurter Flughafen, zu dem meine allerliebsten Kollegen und hiesigen Freunde geeilt waren. ...wohl eher um sicher zu stellen, dass ich nun auch wirklich die Biege mache und nicht all die herrlichen Abschiedsgeschenke weiterverhoekere und im Lande bleibe, um sie weiter zu quaelen. Oder warum sehen alle so gluecklich bei dem Abschiedsfoto aus?
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Posted by Kristin Baumann
Fri, 22 Sep 2006 05:00:00 GMT
Die Zeit vergeht wie im Fluge! Visa genehmigt, Umzug organisieren, Kisten packen, sich mit Behoerden rumaergern, Abschied feiern
und ab in den Flieger! Die zehntausend kleinen Sachen, die zwischendurch noch zu bewaeltigen waren, lassen wir mal ausser Betacht. Schliesslich soll hier niemand einschlafen!
Am schwersten fiel es Marcus und mir, Abschied von all den artigen, gut erzogenen, intelligenten und warmherzigen Leuten zu nehmen, die wir in unserer Vagabundenzeit in Frankfurt, Halle und Auerscht um uns gescharrt hatten. (Na – wer fuehlt sich jetzt wohl angesprochen?!) So viele schoene Erlebnisse und Momente, die man so schnell nicht wiederholen kann.... Keine Sandbarabende, keine Applewoi im Mosebach, keine Kirmes, keine Abenteuerendeckungsreisen in die ostdeutsche Heimat, kein Abhaengen im elterlichen Garten, keine Wochenendsausfluege ins europaeische Nachbarland, kein Sonntagsbrunch mit ordentlichen Broetchen und Ruehrei, keinen Weihnachtsmarkt, keine Geburtstagsfeiern, zu denen man sich ordentlich verwoehnen lassen kann, keine kleinen gemeinen Streiche fuer auserwaehlte japanische Opfer zum 1. April, und so vieles mehr!
Umso dankbarer sind wir natuerlich, dass wir trotz der knappen Zeit, einen Grossteil jener o.g. altruistischen Persoenlichkeiten nochmals in Persona sehen konnten.
Wir vermissen Euch und natuerlich seid Ihr uns mehr als herzlich in unserer neuen Bleibe willkommen!!!! (Die Rahmenbedingungen fuer einen mehr als eintaegigen Aufenthalt werden wir an gesonderter Stelle detailliert auffuehren.)
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Posted by Kristin Baumann
Fri, 22 Sep 2006 04:52:00 GMT
Nach der ernstgemeinten Ruege meines lieben Freundes Ronald aus Halle, hab ich mich nun doch endlich dazu entschlossen, ein paar Eintraege ins Weblog zu stellen. Ich war noch nie ein Freund von Sammelmails und habe sie bisher auch erfolgreich vermieden. Leider komme ich mit dem persoenlichen Mail beantworten und schreiben doch nicht so konsequent hinterher, wie gewuenscht oder gedacht. Dafuer ist das Wetter hier auch einfach zu gut und man muss schliesslich ein wenig Sonne tanken, waehrend die Mitmenschen im kaelter werdenden Deutschland langsam aber sicher wieder die fetten Pullover hervorkramen. (Jetzt fehlt nur noch ein dickes Aetsch und dann ist die Schadenfreude komplett.) Lange Rede, kurzer Sinn. Hier nun endlich eine kleine Zusammenfassung unserer bisherigen Aussie-und-Ossi Abenteuer in deutscher Sprache!
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